Brauchen Igel Hilfe beim Überwintern? - Sehen sie im späten Herbst einen Igel, denken gutmeinende Menschen häufig sofort, dass sie ihn mit in ihr Haus oder ihren Keller zum Überwintern nehmen müssten.
Dabei sollten Igel nur im Notfall in Häusern überwintern. Sinnvoller ist es, im eigenen Garten einen Lebensraum unter Unterschlupf in Form einer Igelkuppel zu schaffen, in dem Nützlinge wie Igel sich wohlfühlen und auch überwintern können.
Auf Gift sollte daher generell verzichtet und der Garten möglichst naturnah gestaltet werden. Komposthaufen bieten Igeln reichlich Nahrung. Die Igel “revanchieren” sich indem sie beispielsweise Schnecken vertilgen und so dem Gärtner nützen. Laub- und Reisighaufen bieten zusätzlich zu einer Igelkuppel ideale Überwinterungsmöglichkeiten.
Man kann auch spezielle “Igelhäuser” sprich Igelkuppeln kaufen oder basteln. Gesunde Igel mit ausreichendem Gewicht (mindestens 700 g) überstehen die kalte Jahreszeit auch ohne Eingreifen des Menschen meist unbeschadet.
Wenn man in seinem Garten einen Igel entdeckt, kann man ihm beim Anfuttern des Winter-Fettpolsters helfen, indem man etwas Hunde- oder Katzenfutter (Dosenfutter) oder spezielles Igelfutter aus dem Fachhandel anbietet, eventuell auch etwas Obst, niemals jedoch Milch - diese führt bei Igeln zu Durchfall.
(TB)