Der Junikäfer ist ein Verwandter des Maikäfers, der unter Gartenbesitzern als ausgesprochener Schädling gilt. Man kann ihn aber leicht vom nützlichen Maikäfer unterscheiden, da er nur ungefähr halb so groß ist und eine gelbliche Färbung hat.
Im Frühsommer schwärmen die Käfer bevorzugt in der Dämmerung der ersten warmen Abende durch die Gärten aus, wo das Weibchen seine Eier auf den Rasenflächen ablegt. Im August schlüpfen dann die ersten Larven aus. Diese ernähren sich von den Gräsern und vor allem von den Wurzeln der Pflanzen.
Man kann sich leicht vorstellen, dass eine entsprechend große Anzahl von Larven gepflegte Rasenflächen regelrecht vernichtet. Vor allem während der Sommermonate möchte natürlich jeder Gartenbesitzer seine Grünfläche genießen und nicht der Gefräßigkeit der Käferlarven preisgeben.
Daher ergreifen die meisten Gärtner entsprechende Maßnahmen, um rechtzeitig die Junikäfer zu bekämpfen. Der Fachhandel hält eine Reihe von Giften zur Ungeziefervernichtung bereit. Im Rahmen dessen, was für den privaten Gebrauch zugelassen ist gibt es auch spezielle Gifte, die mit dem Gießwasser auf den befallenen Rasenflächen ausgebracht werden und dort die Junikäfer bekämpfen. Wer vor der chemischen Keule zurückschreckt, kann auch auf biologische Mittel ausweichen.
Ein ziemlich neues Verfahren, das auf biologischer Basis die Junikäfer bekämpft ist das Ausbringen eines parasitären Pilzes auf den Rasenflächen. Die Pilze werden im Frühjahr ausgebracht und breiten sich bis zum August so auf dem Rasen aus, dass sie die Käferlarven überwachsen und diese nicht mehr schlüpfen können. Da die Pilze eine Lebensdauer von etwa fünfzehn Jahren erreichen können, hat man mit einer einmaligen Ausbringung gleich Vorsorge für die nächsten Jahre getroffen.
(TB)