Haben Wühlmäuse erst mal in Ihrem Garten einen Platz gefunden, können sie zur echten Plage werden. Schon ein einziges Exemplar kann den erfolgreichen, eigenen Gemüseanbau in kürzester Zeit zunichte machen. Wühlmäuse fressen die Wurzeln und Zwiebeln von Jungpflanzen, ebenso Obstbäume, Stauden und Zierhölzer.
Als erstes ist zu klären, ob es sich tatsächlich um Wühlmäuse handelt oder um Maulwürfe. Diese stehen im Gegensatz zu den Mäusen unter strengem Schutz und dürfen nur vertrieben, aber nicht getötet werden. Stammt ein Erdhaufen von einer Wühlmaus, so ist er nicht so hoch aufgetürmt wie der eines Maulwurfs und verfügt zudem oft über Wurzeln und Pflanzenteile. Die Gänge der Wühlmaus sind ca. acht Zentimeter breit und hoch oval, während Maulwürfe kleine, breitovale Gänge graben.
Fallen sind im Allgemeinen die beste Waffe im Kampf gegen die lästigen Nagetiere. Bewährte Fallengeräte sind zum Beispiel die klassische Zangenfalle oder die Kastenfalle. Da die Wühlmäuse über einen ausgeprägten Geruchssinn verfügen, sollten Sie unbedingt darauf achten, die Falle und Köder nur mit Handschuhen anzufassen, damit Ihr Geruch den Nager nicht warnt.
Als Köder bieten sich Apfel-, Sellerie- oder Möhrenstücke an. Alternativ kann man auf Ködermittel aus dem Handel zurückgreifen. Die beköderte und gespannte Falle wird nun in den freigelegten Eingang des Wühlmaustunnels gelegt. Danach wird die Öffnung luftdicht verschlossen. Am Besten deckt man das Loch mit einem Eimer oder Brett ab. Bestücken Sie auf diese Weise jeden von der Wühlmaus benutzten Gang und kontrollieren Sie die Fallen regelmäßig, bis Sie nichts mehr fangen.
(TB)